Miro Samardžija / Radio Študent / DRUGA GODBA 2010 / Ljubljana

The final evening of this year’s Druga Godba festival has ended with the pleasant atmosphere of the Klub Cankarjevega Doma in the company of the Maja Osojnik Band. Its vocalist and multiinstrumentalist has come back from Vienna with a strong group of five musicians to present their fresh new studio album Črne Vode. This excellent collection of sixteen compositions, even exceeding Maja’s previous and promising project of a similar kind, Oblaki so rdeči, was definitely an invitation enough to attend the concert. Our great expectations were certainly were lived up to in a great extent. That is to say, the performance, which lasted a good hour, offered us all that is currently in the centre of the activities of Maja Osojnik and her musical friends. Especially with regard to the interpretation of Slovenian folk music and chancons of Fran Milčinski, her original approach enables the tradition to come alive in a pretty modern and fresh guise. Last night, the surprising and very successful changing of the songs’ inner rhythm and the crossing of diverse genres joined together with the dominant vocals of Maja Osojnik into a colourful and cheerful thread of narration. In its more experimental entanglement and humorous entanglement, all protagonists participated equally and were well attuned to each other. Allow us also to point out Maja’s use of a sequencer, which with its mixture of sounds additionally refines the already heterogeneous atmosphere. But there was also an element of surprise when she served the audience some coffee which she grinded by herself while performing the song Moja Mati Kuha Kafe. The audience was absolutely right to demand an encore from the Maja Osojnik Band, which was a convincing finale for the first half of this Druga Godba evening. For all those who did not have the chance to attend this evening with Maja Osojnik, let us say recommend you her concerts in Austria this year, which certainly should not be missed. Reporting to you from the very pleasant company of Maja Osojnik Band in this musically windy spring evening, Miro Samardžija.

Das Festival Druga godba endete gestern in angenehmer Atmosphäre im Klub Cankarjev Dom mit dem Konzert der Maja Osojnik Band. Maja Osojnik, als Vokalistin und Multiinstrumentalistin in Wien tätig, kam diesmal zu uns mit einer starken Band von fünf Musikern, um ihr ganz frisches Studioalbum Črne vode vorzustellen. Die ausgezeichnete Sammlung von sechzehn Songs, das viel versprechende Projekt Oblaki so rdeči noch übertreffend, war eine überaus überzeugende Einladung zum Besuch dieses Konzerts. Und gewiss wurden unsere nicht geringen Erwartungen in großem Maße auch erfüllt. In dem etwas mehr als eine Stunde dauernden Auftritt wurde nämlich alles geboten, was das momentane Treiben von Maja Osojnik und ihren musikalischen Freuden auszeichnet. Insbesondere was die Aufarbeitung der slowenischen Volkslieder und der Chansons von Fran Milčinski angeht, gibt uns ihr schöpferischer Ansatz die Tradition in einer durchaus erneuerten und frisch riechenden Gestalt. Die überraschende und geglückte Änderung der inneren Rhythmik bei einzelnen Stücken und das Kreuzen von sehr heterogenen Genres verband sich gestern Abend mit dem dominanten Vokal von Maja Osojnik in ein buntes und lebensfrohes Erzählknäuel. An seinem eher experimentellen Verflechten und dem humorvollen Entflechten waren alle Musiker gleich beteiligt und gut auf einander eingespielt. Lasst uns noch Maja’s Verwendung des Sequencers hervorheben, durch dessen Tonmischung die bereits vielfältigen Atmosphären noch veredelt werden, aber auch den während des Stücks Moja mati kuha kafe selbst gemahlenen Kaffee, den das Publikum dann auch angeboten bekommt. Aus gutem Grund konnte das Publikum die Band noch zu einer Zugabe zurück auf die Bühne locken, womit die erste Hälfte des Abschlusskonzerts von Druga godba auf eine überzeugende Art und Weise endete. Allen, die diesen Abend nicht in Gesellschaft von Maja Osojnik verbringen konnten, seien in diesem Jahr ihre zahlreichen österreichischen Konzerte empfohlen, die es nicht zu versäumen gilt. In äußerst angenehmer Gesellschaft von Maja Osojnik Band verbrachte diesen windigen Frühlingsabend Miro Samardžija.