Bludenz – Zeitung Heimat online / 2009

2009, Bludenz – Zeitung Heimat online – http://www.vn.vol.at/heimat/bludenz/2009-01-29/Bludenz.html
Slovenia visits “Remise Bludenz” // Maja Osojnik enchants (puts a spell on) the audience with her voice. The kick-off event of the world music series “Fremde Nähe 2009” was dedicated to our neighbor Slovenia, but Slovenia did not appear in traditional garb. Together with her band, Maja Osojnik arranged an impressive evening featuring an interesting mix of (folk) songs, jazz and experimental music – a mix that was magically alluring and spanned from the poetic to the bubbly, from heavy to high spirits. Maja Osojnik was absolutely convincing – not just as an interpreter with a dark alto voice, but also as a musician, whose repertoire extends from old instruments to electronic music, and who is furthermore both charming and eccentric as a moderator. In that role, she acquaints the audience with the mostly sad lyrics of her home country, but not without mischievously adding that she sometimes gave them a more conciliatory ending. Re-interpretation and re-composition were the leitmotif that recurred throughout the program. The experiment worked, thanks to the excellent young artists and their leader.

Slowenien war zu Gast in der Remise Bludenz Maja Osojnik verzauberte das Publikum mit ihrem Gesang. Die Auftaktveranstaltung der Weltmusik-Reihe “Fremde Nähe 2009” war unserem Nachbarstaat Slowenien gewidmet, und Slowenien kam gar nicht traditionell daher. Maja Osojnik gestaltete mit ihrer österreichischen Band einen eindrucksvollen Abend, bei dem eine interessante Mischung aus (Volks)Lied, Jazz und experimenteller Musik zu hören war – ein Mix, der einen magisch in den Bann zog. Der Bogen spannte sich von poetisch bis sehr temperamentvoll, von schwer- bis übermütig. Maja Osojnik konnte absolut überzeugen – nicht nur als Interpretin mit einer dunklen Altstimme, sondern auch als Musikerin, deren Repertoir von alten Instrumenten bis hin zur Elektronik reicht, und dazu noch als ebenso charmante wie exzentrische Moderatorin. Als solche machte sie das Publikum mit den großteils traurigen Inhalten der Lieder ihrer Heimat vertraut, nicht ohne schalkhaft hinzuzufügen, diesen oft ein versöhnliches Ende verpasst zu haben. Uminterpretation und Umkomposition war der rote Faden, der sich durch das Programm zog. Das Experiment ist – dank der hervorragenden jungen Musiker und ihrer Gallionsfigur – gelungen.