Der Standard: Interview Maja Osojnik 21.8.2015

Maja Osojnik: “Musik ist wie so ein Waschvorgang”
Interview Roman Gerold 21. August 2015, 16:47
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Der Kompositionsauftrag fĂĽr die Eröffnung des Jazzfestivals Saalfelden ging dieses Jahr an die vielseitige Musikerin. Eine Suche nach Begriffen fĂĽr ihr Programm “All.The.Terms.We.Are”

Saalfelden – Die Wiener Sängerin und Blockflötistin Maja Osojnik schert sich nicht um Grenzen. Sie flottiert zwanglos zwischen den musikalischen Sphären. Heute improvisiert sie auf ihrer Bassblockflöte Noisemusik, morgen eignet sie sich slowenische Volkslieder an. In mehr als nur einer Handvoll Bandprojekten widmet sie sich aber auch Alter Musik, Rock, Jazz oder Elektronik.

Wenn Osojnik jenes Programm, mit dem sie am 28. August das Jazzfestival Saalfelden eröffnet, All.The.Terms.We.Are nennt, wirkt das also einigermaßen selbstreflexiv: Es ist schwer, diese sympathische Weltenwanderin auf einen Begriff zu bringen. Bestreiten wird sie den Kompositionsauftrag denn auch mit keiner bereits bestehenden Band, sondern mit einem (fast) ganz neuen Ensemble. Die bemerkenswerte slowenische Jazzpianistin Kaja Draksler hat sie sich etwa an Bord geholt, aber auch die Cellistin und Vokalavantgardistin Audrey Chen. Schlagzeuger und Bassist sind indes schon gut eingespielt: Lukas König und Manu Mayr sind in Saalfelden auch als Part der Experimental-Jazzfunk-Combo Kompost 3 zu hören.
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